„Die grüne Tasche“ ist ein Projekt, in dem sechs Frauen eine Kollektion von Design-Taschen entworfen und hergestellt haben. Über einen Zeitraum von zehn Monaten trafen sich die Frauen wöchentlich im Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Känguruh in Bamberg, um an ihren Handtaschen zu arbeiten.
In dem „Stärken vor Ort“ Projekt wurde ihnen dabei grundlegendes Knowhow zu verschiedenen handwerklichen und gestalterischen Bereichen sowie ein kurzer Überblick über die Vermarktung der Produkte vermittelt. Es wurde eine Analyse des Marktes durchgeführt, um Trend und Mode zu erfahren und Chancen für neue Kollektionen aufzuspüren. Die Fertigung im Projekt umfasste einen weiten Bereich: Vom Nähen bis zum Filzen, vom Quilten bis zum Weben, vom Stricken bis zum Häkeln.
Das Ergebnis sind hochwertige, trendige Unikate, die zu einem großen Teil aus gebrauchten Materialien, Stoffresten und/oder Recycling-Wertstoffen liebevoll verarbeitet wurden.
Die Themen Umweltschutz und Wiederverwertung standen bei mir wie immer im Mittelpunkt des Projektes.
Durch die Presse bin ich auf die Sonderausstellung im Bauernmuseum Bamberg Land in Frensdorf aufmerksam geworden: "Heißgeliebt: Taschen aus drei Jahrhunderten. Gebrauchsgegenstand - Luxusartikel - Statussymbol" aus der privaten Sammlung von Ingrid Buresch. Wir haben diese Ausstellung besucht und die Exponate bewundert. Das offizielle Foto des Projektes (Bild links) ist damals aufgenommen worden. Die Autorin des Buches, das ich in den Händen halte, ist Fr. Buresch. Darin hat sie ihr Taschenwissen niedergeschrieben und über ihre Sammlung berichtet. Die Ausstellung hat damals meine Teilnehmerinnen auch inspiriert und motiviert.
„Die grüne Tasche" wurde im Rahmen des Programms "Stärken vor Ort" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und aus dem Europäischen Sozialfonds der EU kofinanziert.